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Dienstag, 21. August 2012

Genitiv

Die deutsche Grammatik ist ja so, hm, vielseitig. Trotzdem, bei den "Verbrechen" des ein oder anderen Schreiberlings bekomme ich Angst.


Ich geh dann mal meine Kaktusse gießen und an ein paar Globussen drehen...

Samstag, 4. August 2012

Liebes Unterbewusstsein...

… ich finde es toll, dass du dich intensiv mit dem beschäftigst, was so am Tag passiert. Ganz ehrlich. Ich finde es prima, dass ich quasi schon bevor der Tag beginnt, auf hunderte von Geschehnisse, die vielleicht passieren könnten, vorbereitet bin. Wirklich, das ist sehr planvoll und durchdacht von dir.

Aber bitte, bitte, könntest du die geheimen Absprachen mit dem Zentralnervensystem und den fiesen Pakt mit den Nebennieren unterlassen?

So eine innere Uhr ist ja ganz nett – wenn sie nicht ständig zwei Stunden vor geht und einen nach dem Weckimpuls auch wieder schlafen lassen würde…

Sonntag, 8. Juli 2012

Schwarzes Loch

Eine Katastrophe galaktischen Ausmaßes erschütterte in den frühen Morgenstunden das Peitschenheim. Ohne Vorwarnung und mit schockierender Radikalität schien ein ganzes Universum vom Nichts verschluckt.



Und das ausgerechnet an einem Sonntagmorgen, abgeschnitten von allen Dealern des Vertrauens! Unplanmäßige Wiederbelebungsversuche glückten nur, da ein nahewohnender Reisender, der sich ebenfalls gelegentlich in diesen Sphären aufhält, sein Ticket noch nicht eingelöst hatte und zur Verfügung stellte. Puh.

Liebe Leute von EA, da es für alles "wichtige" Info-Mails gibt, könnt ihr mich nicht vorher einfach warnen?! Ich bin ja gar nicht so und gebe euch neben meiner Seele auch gerne ein paar Groschen...

Sonntag, 22. April 2012

Vom Schätzen und Wissen

Liebe empfindungsfähigen Mitlebenwesen,

es ist allgemein bekannt, dass die Spezies Mensch vernunftbegabt ist. Wir sind die Krone der Schöpfung, wir sind zu brillianten Denkleistungen fähig und machen uns das Universum untertan. Doch ich gebe zu, manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass das, was manch Individuum an geistiger Größe erwirbt, den kollektiven Massen abgezogen wird. Exponentiell.

Liebe autofahrenden Mitmenschen,

ihr seid im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und habt damit nicht nur die erforderlichen Prüfungen abgeschlossen, sondern seid, da offenbar noch am Leben, auch nicht völlig dem Wahnsinn anheim gefallen. Ein gewisses Maß an so genanntem Menschenverstand muss also noch vorhanden sein. Daher möchte ich euch nur ganz dezent erinnern:

Ihr müsst mit einem handelsüblich beanhängerten Auto nicht in der Straßenmitte fahren, das passt.
Ihr müsst in der Ortschaft nicht durchweg 30 fahren. Sonst fühlen sich die 30-Schilder ungebraucht und einsam.
Ihr müsst euch nicht vor Ampeln fürchten und euch nur in Schrittgeschwindigkeit nähern, das freundliche Gerät beißt nicht und ist äußerst kommunikativ, sogar dreifarbig.
Ihr müsst nicht mehr als einen Kilometer vor einer Kurve bremsen, euer Auto braucht seinen Auslauf.
Ihr dürft auch blinken, wenn ihr spontan die Spur wechselt. Missachtet nicht den Fahrtrichtungsanzeiger eures Gefährts, auch er hat Gefühle.

Natürlich habe ich vollstes Verständnis, dass ihr das Freiheitsbedürfnis eures Automobils mitunter missinterpretiert. Die Kommunikation von Mensch und Maschine war schon immer von besonderen Spannungen geprägt. 

Wie gut, dass das von Mensch zu Mensch ganz anders ist.

Freitag, 17. Februar 2012

Bankservice

Sehr geehrte Frau Peitsche,

exorbitant-mega-dringend-unaufschiebbar bitten wir sie hiermit per Zwang, zu beweisen, dass Sie Sie und nicht etwa eine von Körperfressern oder schleimigen Aliens beherrschte Lebensform sind. Erscheinen sie umgehend mit ihrem aktuellen und gültigen Personalausweis in einer unserer Geldsammelstellen, oder unser Zorn wird fürchterlich sein. 

Das tun wir natürlich nur, weil wir von Big Brother dazu zwingend ermächtigt wurden und nicht etwa, weil es uns Spaß macht. Sämtliche mittel- und unmittelbaren Folgen haben sie sich ganz alleine zuzuschreiben. 

Sollten sie zufällig einen Großeinkauf tätigen und an der Kasse mit Plastikgeld Ihrem Konsum frönen wollen, könnte es ganz plötzlich passieren, dass Sie, o hoch geschätzter Kunde, auf Ihr Konto keinen Zugriff haben. Ganz ohne unser Zutun, ganz zufällig, versteht sich. Denken sie nur, wie peinlich es besonders zum Monatsende für sie sein wird, wenn die Kassiererin und Ihre Mitmenschen über jede Beteuerung nach dem Motto „Aber Geld ist genug drauf…“, „Die Pin IST richtig, ich bin mir sicher…“ oder gar „Das ist mir ja noch nie passiert…“ nur milde lächeln können. 

Wenn Sie nicht zu uns kommen wollen, dann zwingen wir sie *setze diabolisches Lachen*.

Herzlichst

Ihr Geldinstitut Vertraue mir

Donnerstag, 19. Januar 2012

Ursachen der Euro-Krise

Ha, da können Wirtschaftswissenschaftler, Rating-Agenturen und die halbe Welt rätseln, woher die Probleme auf dem Finanzmarkt kommen. Aber ich, ich allein habe die wahre Ursache gefunden:

Samstag, 7. Januar 2012

Männer und Baumarkt

Allgemein hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Männer und Baumarkt eine wie von den Naturgesetzen geschaffene Einheit sind. Der typische Vertreter dieser Spezies streift neugierig-scheu bis stolz-aggressiv durch sein angestammtes Habitat, selig, mit leuchtenden Augen durch die gelobten Hallen der Erfüllung zu streifen. Wie heilige Reliquien betastet er hier und da, um am Ende seiner Wallfahrt manch Schatz in das trübe Heim zu entführen und damit in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Wo habe ich also nur mein geliebtes Unikum aufgetrieben? 

Wir inspizieren gerade die merkwürdigen neuen Energiesparlampen, da sprach es schon "Mal ausprobieren...", hielt das Leuchtmittel an das Testgerät - und die ganze Abteilung steht im Dunkeln.

Woher die zufällig umherstreifenden Baumarktmitarbeiter in Sekundenschnelle den Pfand zum Sicherungskasten mit traumwandlerischer Sicherheit fanden, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

Samstag, 26. November 2011

Mit gehässigen Grüßen

Sehr geehrtes Schatzi der Frau Peitsche,

wir haben wichtige Neuigkeiten für Sie, wirklich wichtige Neuigkeiten. 

Erinnern sie sich an den Sheriff von Nuttingham aus Helden in Strumpfhosen, wie er Prinz John die tollen Neuigkeiten überbringt? Ja? Wunderbar! Dann können Sie sich ja das meiste nun denken.

Sie haben zwar guten Glaubens und mit großer Vorfreude bei uns Tickets gekauft, um sie der Liebsten zum Jahrestag zu schenken, aber Sie wissen ja, das heißt gar nichts. 
Plätze in der ersten Reihe werden sowieso überbewertet. Wer will sich so etwas schon von Nahem ansehen?

Um das Nervenkostüm Ihrer vor Vorfreude ganz zappeligen Liebsten zu schonen, hat uns der Veranstalter einen Herzenswunsch erfüllt und die Veranstaltung kurzerhand abgesagt. Toll oder? Nun können sie ganz vorfreudlos weiterleben – wie unsere wissenden Wissenschaftler absolut wissenschaftlich erwiesen haben, ist Ärger sowieso viel gesünder.

Falls Sie wider Erwarten hirnrissig stur sind und das Event trotzdem erleben möchten, tja, was machen wir da bloß… Ah, genau. Sie können durch die halbe Republik gondeln (Zusätzlicher Fahraufwand? Ach, ich bitte Sie!) und sich die Veranstaltungen in Hamburg oder Berlin anschauen. Da sind zwar keine tollen Plätze mehr frei, aber hey, sie dürfen Ihren Arbeitgeber einen Tag Urlaub aus den Rippen leiern und wir - und nur WIR - schenken Ihnen 5€ - großzügig, oder?!

Direkt umbuchen können Sie natürlich nicht, wo kommen wir denn da hin.

In dieser für alle Beteiligten, aber besonders für Sie, haha, unglücklichen Situation wurden wir vom Veranstalter beauftragt, die Erstattung des Eintrittspreises abzuwickeln.

Senden Sie uns bitte binnen sieben Tagen die unversehrten (und das prüfen wir, passen sie blos auf!) Originalkarten und das im Anhang beigefügte Rücksendeformular. Sie wissen doch, was in The Ring passiert ist, wenn man nicht ganz genaz tut, was man soll? Na?
Falls sie gerade im Urlaub sind, haben Sie leider Pech und wir freuen uns über das leicht verdiente Geld und die eine oder andere erbeutete Seele. Ist schließlich bald Weihnachten, was denken Sie denn, wer unsere Feier bezahlen und versüßen soll?

Da man weder uns noch der Post trauen kann, empfehlen wir zu Ihrer eigenen Sicherheit den Versand per Einschreiben. Dann können sie beinahe fast ein bisschen sicher sein, den Kaufpreis erstattet zu bekommen. Und wehe, Sie empfehlen uns nicht ob unserer Großzügigkeit weiter, sie gesichtsloser Kunde!

Zum Abschluss geben wir uns den gewissenhaften Anschein von Bedauern und hoffen, dass sie bald wieder eine Portion Ärger bei uns buchen.

Mit gehässigen Grüßen
Ihr Willkür-Team von Veranstaltungsblala

Montag, 17. Oktober 2011

Überkompetenz

Sehr geehrte Frau Peitsche,

wir, das Möbelhaus Sie sind mir egal aus Großstadt in der Nähe von Heimatstadt, das sie bereits vor Jahren mit unglaublich sachdienlicher, freundlicher und angenehmer Achtung, sowie mehr als angemessener Wartezeit und Kompetenz erfreute, und sie seitdem zu seinen täglichen Kunden zählen darf, würden uns freuen, wenn wir Ihnen als Event XY Blabla Heimatstadt nahe bringen dürften.

Wussten sie schon, dass Heimatstadt für seine moderne und ahistorische Innenstadt berühmt ist? Schließlich wohnen sie ja nur einige Millionen Kilometer vom Zentrum entfernt und haben es sicher noch nie mit eigenen Augen und so netter Begleitung wie uns erleben können.

Zu Ihrer Information haben wir einige höchst wichtige Daten für sie zusammengefasst und unser Schreiben mit wunderschönen und anschaulichen Bildern versehen. 

Und da wir gerade so kuschelig voneinander Lesen, wollen sie nicht einmal bei uns einkaufen kommen? Wir sind super günstig und bieten Ihnen alles, was sie wollen, garniert mit unserem freundlichen Personal und reichlich Charme.

Hochachtungsvoll,
Ihr Möbelhaus Sie sind mir egal

Donnerstag, 25. August 2011

Motten statt Kakerlaken

Ein paar Minuten in einem x-beliebigen Baumarkt auf der Suche nach einem Verkäufer und - schlimmer noch - einem, der einem eine Frage beantworten kann und man ist nicht nur um einigen Frust sondern auch mindestens um einige Tiervergleiche reicher. 
Der Geld ausgeben wollende Kunde, das strahlendes Licht der deutschen Wirtschaft, die nicht nur ob ihres Wachstums nach klingender Münze und kreditwürdigem Plastik verlangt - müssten die eifrigen Bediensteten nicht wie die Motten zum Licht anstatt wie die Kakerlaken in weite Ferne streben?

In meinem unendlichen Großmut habe ich tatsächlich auf die Aufmerksamkeit eines der dienstbaren Geister gewartet. Nur dieses eine Mal, dachte ich, schau einfach mal, was passiert. Kein offensives Anfragen, duldsam ein. 
Ein Exemplar betrachtete das meine Frage betreffende Gebiet offenbar als natürliches Territorium und betrieb eifrigen Nestbau. Ich schaue. Sie schaut. Und räumt weiter. Ich stromere ungeduldig, räuspere, und schaue auffordernd. Sie schaut. Und räumt weiter. Wo ist die Nonverbale Kommunikation, wenn man sie braucht? Was ist schiefgelaufen? Bekommen Verkäufer eine "Ich bin keine Motte, ich bin eine Kakerlake"-Gehirnwäsche mit dem Einstellungvertrag?

Den nächsten habe ich übrigens wieder mit der Keule k.o. geschlagen, zum Ort meines Begehrens geschleift und so lange gefoltert, bis er mir eine vernünftige Antwort gab. Na also.