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Freitag, 14. Oktober 2011

Ausgespielt: Portal 2

"Oh, DU bist es! [...] 
Ich glaube, wir können unseren Streit beilegen. Der Wissenschaft zu liebe... Du Monster!"  

Nach einem stimmungsvollen Beginn ist die Begrüßung von GLaDOS schon fast herzerwärmend und spätestens jetzt fühlt sich der Spieler in seiner Umgebung mehr als heimisch.

Denn nicht nur das genialen Rätsel- und Ausprobierprinzip, sondern auch der trocken-schwarze bis spöttisch-charmante Humor der KI wurde beibehalten.

Wie bereits in Portal meistert der Spieler mit Hilfe der Portalkanone Testkammern und Versuchsreihen. An Hindernissen, materiellen wie gedanklichen, mangelt es dabei nicht. Das Spiel mit den realistischen, physikalischen Gesetzen wird durch verschiedene schlüssige Neuerungen nur noch weiter angestachelt.
Selbstverständlich ist auch unser Freund, der gewichtige Begleiterkubus (Weighted Companion Cube), mit dabei. Diesmal allerdings meist in Gestalt eines Prismakubus der Entmutigungs-Umlenkungs-Würfel (Weighted Pivot Cube), mit denen sich Laserstrahlen umlenken lassen.

Das Spiel bietet eine konsequente und ausgezeichnete Weiterentwicklung der Ideen und Spielprinzipien des ersten Teils. Die Grafik mag nach aktuellen Maßstäben nicht grandios sein, ist aber stimmungsvoll und wirkt vielleicht besonders, wenn man wie ich Teil 1 und 2 direkt hintereinander spielt.
Zwar ist der Entdeckungsdrang durch das Leveldesign oftmals gebremst, aber zu entdecken und probieren gibt es dennoch reichlich - und wird in gewohnter Manier auch gelegentlich mit einem Achievement belohnt.

Das Allerbeste ist und bleibt natürlich die KI, allen voran GLaDOS, sowie die einfallsreiche Handlung, in die der Spieler sehr schnell verstrickt wird. Dass das Spiel - meinem Empfinden nach - bis auf wenige Passagen deutlich leichter als der Vorgänger scheint, wird durch die Geamtstimmung mehr als ausgeglichen. Denn eigentlich spielt man doch nur, um zu experimentieren und den Einspielungen zu lauschen... und gelegentlich bei schwierigen Rätseln zu denken, dass man vielleicht doch an einem "leichten Fall eines schwerwiegenden Hirnschadens" leidet. Was nebenbei bemerkt auch als Grund angegeben wird, dass die Hauptfigur sprachlos daherkommt.

Portal 2 ist ein atmosphärisch-stimmiges Spiele, in sich schlüssig und absolut begeisternd. Mehr als einmal konnte ich mich bei dem Ausruf "Ha, ich bin ja sooo genial" ertappen - und war froh, dass keiner im Zimmer war, um meinen Größenwahn mitzuerleben. Ohne zu viel zu verraten - das Ende stimmt einen mit genug Anknüpfungspunkten für einen möglichen dritten Teil neugierig. Es gibt auch diesmal einen schöner Abschlusssong, der zwar sehr gelungen ist, jedoch der neckischen Bissigkeit des ersten nicht nahekommt.
Den ausgezeichneten Soundtrack gibt es sogar als kostenlosen Download.

Was bleibt ist der fordernde und komplexe CooP, in dem GLaDOS wie gewohnt nicht mit Freundlichkeiten geizt =)


Wenn der Buzzer ertönt, kommentieren Sie das Posting... *bzzzz*

Dienstag, 4. Oktober 2011

Still Alive

Wie geht mir das Herz bei gelungenen Spielabspännen auf.

Portal ist zwar schon allein durch seine (ein bisschen in den Gehirnwindungen schmerzenden) Spielideen faszinierend, aber die charmant wie sarkastische, zwischen fürsorglich und mörderisch schwankende KI hat es mir ganz besonders angetan. Ach, was werde ich sie vermissen, bis ich Portal 2 in den Händen halte.

Solange tröstet mich der ohrwurmige Abspannsong...



... und jetzt gibt`s Kuchen ;-)

Samstag, 7. Mai 2011

Ausgespielt: Dragon Age 2

So schnell geht die Zeit dahin: 

Kaum habe ich mit Hawke begonnen, in Kirkwall für Ordnung zu sorgen, ist es nach knapp 60 Stunden im normalen Schwierigkeitsgrad auch schon wieder vorbei. Während mich das Spiel nach anfänglicher Skepsis (die Demo beunruhigte mich eher, als dass sich mich in der Vorfreude bestärkte) und zwischenzeitlicher Hochstimmung lässt mich das Ende des Spiels ziemlich unvermittelt unbefriedigt zurück. Nun stehe ich da, zwiegespalten, und weiß nicht recht...



- Zu kurz
60 Stunden Spielzeit sind sicherlich ganz ordentlich, doch wünsche ich mir - gerade von einem RPG - mehr.

- Zu wenig Freiheit
Durch das Kartendesign hat man gefühlt nun noch weniger Freiheit, als in Teil 1. Etwas Führung ist gut, hier werde ich aber ein bisschen zu sehr an die Hand genommen.

++ Erzählweise
Sehr gut. Spannend und fließend erzählt. Ganz klar die Stärke und der überzeugenödste Faktor des Spiels.

+ Ein bisschen Baldur`s Gate-Feeling

- Dungeonrecyceling
Viele Wiederholungen. Ja, die Erzählweise läßt es zu. Und einiges davon ist nicht nur passend sondern auch sehr atmosphärisch umgesetzt. Dennoch, zu oft.

- Entstellung bekannter Charaktere
Im Laufe des Spiels trifft man (ich will ja nicht zu sehr spoilern ;) ) auf den ein oder anderen aus Teil 1 bekannten Charakter. Nett, überraschend und interessant bei einigen - eine absolute Enttäuschung bei den anderen. Wie kann man Charaktere nur so verschandeln? Pah!

+-- Charaktere
Die Charaktere reagieren mehr auf Entscheidungen des Spielers: Das Feind/Freund-Prinzip ist interessant und macht die Charaktere glaubwürdiger. Dafür sind sie gleichzeitig jedoch auch blasser, Typen á la Morrigan vermisst man schmerzlich. Außerdem kann man mit seinen Begleitern nunmehr kaum ins Gespräch kommen, von den Charakterquests einmal abgesehen. Enttäuschend, lag doch dort für mich die Stärke der Vorgänger.

- Gegenstände
Abgesehen von Ring, Amulett und Gürtel ist es nur seltenst nötig, geschweige denn möglich, aufzurüsten. Im Vergleich zum Vorgänger ein Armutszeugnis, so interessant die z.B. durch Dragon Age Legends freispielbaren Items auch sein mögen.

- Romanzen
Sehr traurig, was daraus geworden ist. Im zweiten Akt wird man gezwungen, sich festzulegen und dann war`s das auch schon. Kein Flirten, Küssen, Umwerben... Die wenigen Sequenzen, die es gibt, sind gut inszeniert, doch das Gefühl einer "Beziehung" bleibt aus.

- Das Ende
Mehr als unbefriedigt fühlt sich das, wie abgehackte, Ende an. Hinweg die verschiedenen Enden, die Handlungsfreiheit, der große Showdown. Schön, vielleicht soll es der Auftakt zu einer Zusammenführung von Teil 1 und 2 in einem (hoffentlich großartigen) Teil 3. Oder es läßt genug Raum, für weitere Verkaufsinhalte. Bei der an sich guten Geschichte hatte ich mir von den Meistern des Erzählens mehr erhofft.

- Wiederspielwert
Lockte in Teil 1 noch viele Passagen des Spiels, mehrfach ausprobiert zu werden, insbesondere auch die Entwicklung der romantischen Beziehung zu den Gruppenmitgliedern, fühle ich mich hier eher mäßig motiviert.


Das mag nun alles ganz negativ klingen, so ist es aber gar nicht gemeint: Denn Dragon Age 2 muss sich nun eben mit seinem grandiosen Vorläufer messen - und trotz einiger guter Neuerungen die Segel streichen. 18 Monate Entwicklung scheinen für ein Meisterstück einfach nicht zu reichen.

Trotzdem, ich wurde gut unterhalten und bedaure, dass es nun vorbei ist. Doch anders als in Teil 1 verbindet mich, vielleicht vom Hauptchar abgesehen, nicht die selbe emotionale Begeisterung, mit meinen Pixelgesellen. Schade.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Ausgespielt: Dragon Age Origins

PC-Spiele und Rollenspiele im Besonderen sind ganz hinterhältige Dinge. Erst recht, wenn sie von DioWare sind! Bevor man sich versieht, ist die eigene Spielerseele am Schlafittchen gepackt, mit Effekten und Story überrumpelt, vereinnahmt - und (im besten Fall) glückselig.

Traurig, wenn alle Quests erfüllt, alle Gegner geschlagen, die Bösen besiegt und die die Ordnung des Universums wiederhergestellt ist.

Wenn Dragon Age auch in Tiefe und Vielschichtigkeit an seinen älteren Bruder Baldur`s Gate II nicht herankommt – für mich ist das es das beste Spiel seit langem. Ich hatte nicht nur viele Dutzend Stunden Spielspaß, ich habe auch meine „Kameraden“ aus Dragon Age überaus lieb gewonnen.

An darf auf das Wiedersehen im Add-On „Dragon Age: Awakening“ gespannt sein und muss „nur“ noch 5 Wochen bis zum Release ausharren ;-)