Freitag, 26. August 2011

Planet der Affen: Prevolution

Man sagt, der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen. Wie wahr. Dabei beginnt alles mit einer großen Hoffnung. 
Wissenschaftler Will Rodman (James Franco) muss mit ansehen, wie sein Vater nach und nach dem Alzheimer verfällt, abbaut und leidet. Er arbeitet fieberhaft an einem Heilmittel. Es laufen Testreihen an Schimpansen, jedoch scheint nicht alles glatt zu laufen. Dann nimmt Will das Schimpansenbaby Caesar, ausge- zeichnet gespielt von Andy Serkis, bei sich auf.  Nach anfänglicher Euphorie auf beiden Seiten treibt das Schicksal die "Freunde" immer weiter auseinander...

Der Wechsel von Druck und Gegendruck mündet schließlich in der sich stetig ankündenden Katastrophe.

Der Film ist gut und passend zu den alten Teilen konzipiert. Die übernommenen Details und Anspielungen schaffen besonders für den Kenner der Originale einen vertrauten Kosmos. Keine Seite wird als gut oder böse per se dargestellt, der in den Klassikern sehr präsente Rassismus findet auch hier, wenn auch noch nicht innerhalb der Affengemeinschaft, statt. Die Frage, was Menschsein und Menschlichkeit ausmacht, ergibt sich bereits durch das Thema. Ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Konsequenz wird dem Zuschauer ein glaubwürdiges Szenario unterbreitet.

Weniger die Erbanlagen, sondern mrhr die Verhältnisse sind es, die uns bestimmen (Milieutheorie Taines). Und so führt eine nachvollziehbare und schlüssige Kette von Entwicklungen in die, vom Zuschauer fast sehnsüchtig erwartete, unausweichliche große Katastrophe. Nicht, weil die Vorlagen dies verlangen, sondern weil die Charaktere in der jeweiligen Situation kaum anders handeln können. 

Schöne  Bilder, gute Besetzung und schauspielerische Leistung, angenehmer Soundttrack.

Und ganz ungewöhnlich: Den deutschen Titel finde ich einfallsreich und zu dem Original gleichranging, wenn nicht gar überlegen. Die Pandemiegrafik im Abspann ist auch eine gute Idee. Auch wenn (für einem möglichen weiteren Teil?) durchaus noch Handlungsfelder zwischen Prevolution und dem Planet der Affen-Original sind, die gefüllt werden können.

Schlüssig bedrückend. Schon allein Ceasar ist das Anschauen wert.

Kommentare:

  1. Also .. der Film hat bei mir nur einen Stern ... Trick/Special effects... Ansonsten ... einen Film den man nich braucht... mir war es schad ums Geld und ich habe mich seit langen mal wieder im Kino gelangweilt.

    AntwortenLöschen
  2. Der soll ja überraschend gut sein. Erstaunlich. Bei den Special Effects kann ich schon vom Trailer sagen: sieht mir immer noch zu sehr nach PC aus. ^^

    AntwortenLöschen
  3. Also dies Planet der Affen-Zeugs interessiert mich eher weniger. Ich hab den letzten Film im Kino gesen. Ich glaub das war der mit MarkyMark oder so. Naja, jeden falls hoff ich ja bei dem hier aus zu kommen...

    AntwortenLöschen
  4. muss ich sehen!
    schönes wo-ende :-)

    AntwortenLöschen
  5. Ich hab die Filme vor grauen Urzeiten geliebt, schon deshalb muss ich mir diese version ansehen

    LG Shoushou

    AntwortenLöschen
  6. @ der wo_o_b_b
    Uns hat er gut gefallen, aber man muss ja nicht alles mögen.

    @ Okami Itto
    Überrasched gut triffts. Gerade nach dem Film von 2001 war icj ja sehr skeptisch.

    @ MrLuzifer
    Der war auch... eher nicht so gut.

    @ Bluhnah
    =) Dir auch

    @ Shoushou
    An die Klassiker kommt er natürlich nicht heran, aber das ist ja immer so.

    AntwortenLöschen
  7. Und dabei war der Marky Mark "Planet der Affen" ein Tim Burton. ^^
    Habe nur mal rein gesehen und das hat mir gerreicht. Das Original indes ist ein großartiges Science-Ficiton-Werk, vielschichtig und überraschend subtil, zudem keine hirnlose Effekteorgie.

    AntwortenLöschen
  8. Also ist das dann sogesehen eine Vorgeschichte zu den alten Filmen? Kann man seinen Vorgänger auch irgendwo da rein ordnen, oder ist der einfach nur so... Die alten stehen hier schon etwas länger herum... :-)

    AntwortenLöschen
  9. Ich gestehe, dass ich noch nie irgend einen Planet der Affen Film gesehen habe. Die Thematik reizt mich irgendwie nicht. Den einzigen Kontakt mit den Affen hatte ich in Spaceballs. ^^

    AntwortenLöschen
  10. @ Okami Itto
    Ich weiß... Wie ein Tim Burton Film nur so daneben gehen konnte *seuftz*

    @ Mr.Elch
    Der Vorgänger ist ja quasi die Neufassung zu dem Original Planet der Affen.
    Prevolution spielt also sozusagen vor beiden (Fassungen).

    @ Imperator
    Huch, das hätte ich nun nicht gedacht.
    Bei mir war´s aber auch so. Es verdreht ein bisschen die Welt beim schauen des Originals hinterher ^^

    AntwortenLöschen
  11. Ich kenne die alten Filme bisher nicht, hat mich auch nie interessiert. Aber dieser hier war wirklich großartig!

    LG
    Urmel

    AntwortenLöschen
  12. Ich habs noch nicht gesehen ehrlich gesagt... irgendwie hab ich imemr mehr Mühe mit sowas, hab das Gefühl da wird nur von "Altem" abgekupfert und es gbt sozusagen kaum mehr wirklich Neues, man nimmt alte Themen/Sachen wieder auf und versucht damit erneut Geld zu machen. Also entweder hat die Menschheit keine gesunde Fantasie und Ideen mehr für Neues oder..... ich weiss auch nicht. Ich sag ja nicht dass der Film nicht gut gemachts ein mag aber... bei mir hat sich eben beschriebenes eingestellt gedanklich schon als ich den Titel las also zum ersten Mal davon hörte...
    Mag mich täuschen. müsst den Film halt erstma kucken aber... irgendwas daran macht mich gar nicht an das zu tun... muss einfach nur an mir liegen glaub ich... ich werd alt...

    AntwortenLöschen
  13. @ Urmel
    Absolut!

    @ Frau Elch
    Was Remakes angeht, hast du sicher zum Teil recht. Trotzdem ist gegen eine (gute!) Neuinterpretation ja nicht immer etwas einzuwenden.

    Planet der Affen Prevolution ist aber KEIN Remake, es stellt die Vorgeschichte dar. Und er ist sehr gut auf den "alten" Planet der Affen abgestimmt.

    AntwortenLöschen