Donnerstag, 25. August 2011

Motten statt Kakerlaken

Ein paar Minuten in einem x-beliebigen Baumarkt auf der Suche nach einem Verkäufer und - schlimmer noch - einem, der einem eine Frage beantworten kann und man ist nicht nur um einigen Frust sondern auch mindestens um einige Tiervergleiche reicher. 
Der Geld ausgeben wollende Kunde, das strahlendes Licht der deutschen Wirtschaft, die nicht nur ob ihres Wachstums nach klingender Münze und kreditwürdigem Plastik verlangt - müssten die eifrigen Bediensteten nicht wie die Motten zum Licht anstatt wie die Kakerlaken in weite Ferne streben?

In meinem unendlichen Großmut habe ich tatsächlich auf die Aufmerksamkeit eines der dienstbaren Geister gewartet. Nur dieses eine Mal, dachte ich, schau einfach mal, was passiert. Kein offensives Anfragen, duldsam ein. 
Ein Exemplar betrachtete das meine Frage betreffende Gebiet offenbar als natürliches Territorium und betrieb eifrigen Nestbau. Ich schaue. Sie schaut. Und räumt weiter. Ich stromere ungeduldig, räuspere, und schaue auffordernd. Sie schaut. Und räumt weiter. Wo ist die Nonverbale Kommunikation, wenn man sie braucht? Was ist schiefgelaufen? Bekommen Verkäufer eine "Ich bin keine Motte, ich bin eine Kakerlake"-Gehirnwäsche mit dem Einstellungvertrag?

Den nächsten habe ich übrigens wieder mit der Keule k.o. geschlagen, zum Ort meines Begehrens geschleift und so lange gefoltert, bis er mir eine vernünftige Antwort gab. Na also.

Kommentare:

  1. lach... also nur noch mit Keule in den Baumarkt gehen... *merk*

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  2. Baumärkte sind diesbezüglich wirklich am Schlimmsten, ist mir auch schon aufgefallen. Ich sage dann immer zu meinem Freund: "Schau, ich glaube, ich hab grad einen gesehen! Der hat sich aber grad wieder versteckt."

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  3. Eins musst Du Dir merken: Ohne Keule wird das eh nie was wenn man was bestimmtes sucht oder sich gar beraten lassen will. Ansprechen tun die einen nur, wenn man einfach ohne festes Ziel nur so durch den (Bau)Markt schlendert. Das ist überall so. ^^

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  4. Das ist leider generell in Großmärkten so, da ist einem die Nichtachtung sicher, aber wehe , man will mal in einer Boutique erstmal in Ruhe ein paar Teile anschauen, wie die Schmeißfliegen kommen sie da. das kann ich auch nicht leiden

    LG Shoushou

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  5. Der Vergleich Kakerlake/Motte ist tatsächlich großartig. Ich hatte mir selbst schon meine Gedanken gemacht woher der Mangel an Bedienung im Baumarkt kommt - und es ist definitiv nicht die Größe. Oftmals komme ich mir ein wenig wie ein Geist bei Pac-Man vor. Keulen braucht man nicht mitnehmen, äquivalentes Handwerkszeug wird dort verkauft.
    Es gab mal irgendwann eine Baumarktwerbung (Hor**irgendwie). Dort schlich ein Kunde durch einen Dschungel und schrie nach Hilfe. Ich habe es dem bereits zweimal gleich getan und in einem lokalen Baumarkt laut "Hilfe!" geschrien. Leider kamen reichlich andere Kunden, die mir nicht weiterhelfen konnten. Auf "Hilfe! Beratung!" reagierte dann gar keiner, außer gelegentliches kichern. Das half mir auch nicht weiter. Aber amüsant ist es dennoch.

    Vielleicht gehe ich nächstes mal in die Baustoffabteilung, nehme mir einen Sack Sand und verteile ihn im Baumarkt mit der Begründung: "Eine Servicewüste funktioniert nun mal nicht ohne Sand!".
    Ihr merkt...ich leide mit euch!

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  6. Warum heißen diese Menschen Fachverkäufer???





    Weil sie Ware aus dem Fach nehmen können!

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  7. Genau...
    so ist es...
    @Möchtegernheld... *hihi* wie geil.
    @Hans... *haha*

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  8. Hehe... geiles Posting!

    ACHTUNG KUNDE!!

    LG

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  9. Ach ich mag es nicht, wenn mich ständig jemand fragt, ob er mir helfen kann.
    Ich habe kein Problem mir da jemanden zu suchen und ihn selbst zu fragen. Es ist nur ärgerlich, wenn weit und breit niemand da ist.

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  10. Ich erinnere mich an eine Baumarktwerbung (O*I oder ähnlich hieß der Markt), in der ein Beratung suchender Kunde letztlich auf eine Walküre traf, die ihm in bester Bayreuth-Manier entgegen trällerte "Niemals sollst du mich befragen!" ;-)
    Ich gehe aber auch offensiv vor, wenn ich was wilL; und warte nicht auf Walkürenbesuch (das endet doch mythologisch gesehen mit dem Tod auf dem Schlachtfeld, oder?)

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  11. Das letzte Mal, als ich im Baumarkt was nachgefragt habe, schickte man mich nach eingehender Beratung (untereinander, ich war nicht einbezogen) zum Regal 24. Dort fand ich nichts. Ich verzichtete darauf, nochmal zu fragen. Stattdessen verwarf ich die Suche, suchte was anderes, das ich nicht fand, fand dann aber, was ich in Regal 24 nicht gefunden hatte. In Regal 63.

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  12. Ich kenn das, da fühlt sich keiner für irgendwas zuständig und immer wird man an denjenigen, der ja genau über Abteilung xy Bescheid weiß, weiter geschickt. Mir gehts auch oft in Möbelhäusern so ... die haben einfach alle keine Ahnung!

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  13. @ Frau Vau
    Oder anderen Betäubungsgeräten…

    @ Despicable Me
    Und vor allem: Es scheint ÜBERALL so zu sein!

    @ Imperator
    Die sprechen einen an? Toll =) Solange die letzten dieser seltenen Spezies nicht auch noch aussterben!

    @ Shoushou
    Aus meiner spärlichen Erfahrung kann ich nur schließen, auch das hat ganz ganz stark abgenommen.

    @ Held
    Ja, genau so etwas hab ich gebraucht =)

    @ Spankey
    Ave, Leidensgenosse!

    @ Manu
    Danke :D

    @ Patrick
    Ich mag es auch nicht, wenn sie zu aufdringlich sind. Aber wenn sie sich anfangen zu verstecken, ist wirklich genug.

    @ Träger des Lichts
    Heldentod im Baumarkt, DAS wäre doch einmal eine Ode wert ^^

    @ Owyanna
    Die perfekte Verwirrung, wenigstens mit System ;)

    @ Shila
    Unser Stammmöbelhaus ist eines der wenigen, wo man noch nicht von Pontius zu Pilatus rennen muss, ein Glück.

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  14. Ja ich erinnere mich auch noch an den letzten großen Besuch im Baumarkt. Wenn man dann einen gefunden hat...
    "Ne... mit Laminat kenn ich mich nicht aus..."
    Dann endlich einen der einem darüber etwas erzählen konnte... Weiter zu den Fliesen... Aber damit kannte sich der wieder nicht aus...
    Irgendwann jemanden gefunden und ausrufen lassen, der einem darüber etwas berichten konnte... Leider waren unsere Fliesen hoch oben im Regal... Und dieser Herr konnte nicht mit dem Stabler umgehen... Nun such mal jemanden der das kann...
    Und der Mediamarkt ist nicht viel besser... Eine riesen Abteilung und höchstens 2 Leute rennen da rum... Die halten sich meistens hinter "Lager-", "Privat-" oder "Küchentüren" auf... Warum bekommt die Kaffeeautomatenabteilung mehr Personal, wenn da kein Schwein ist? Die lümmeln nur rum und gackern sich die Brotkrumen aus den Zähnen...

    Also... ich habe beschlossen nur noch in extrem Fällen einen Berater zu suchen. Ich eigne mir selbst das wissen an und gut... Da bin ich schneller... ;-)

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  15. Es gibt Sachen, da kann man sich locker selbst besser informieren, als so manches lichtscheue Insekt das könnte.
    Wenn es aber z.B. um Lieferbarkeiten geht, ist man leider abhängig.

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  16. Es ist doch irgendwo ein Armutszeugnis, dass man als Kunde um Beratung "betteln" muss... von früher her kenn ich es so, der Kunde ist König, man spricht Kunden an, bietet Beratung/Hilfe an ect. Freundlichkeit Anstand, Lächeln, alles selbstverständlich, das gehört normalerweise zu diesem Beruf. Habe selbst einige Zeit im Verkauf gearbeitet damals. Kann die heutige Gleichgültigkeit und teilweise schon fast Ignoranz die solches Verkaufspersonal an den Tag legt gegenüber dem Kunden nicht so richtig nachvollziehen. Solche Leute sind da am falschen Platz angestellt, schlichtweg nicht geeignet für den Beruf, sorry.... So geht man mit Kunden nicht um. Die Angestellten die so mit Kunden umgehen sind sich anscheinend nicht bewusst, dass unteranderem ihr Gehalt auch mit davon abhängt, wie gut sie mit den Kunden umgehen. Wenn sie Kunden verlieren durch ihr ignorantes Verhalten schadet es dem Unternehmen, und letztendlich auch ihnen selbst. Manchmal habe ich das Gefühl, in der Beziehunh habe sich die Gesellschaft immer mehr so in Richtung: "Mir ist alles egal, scheiss was drauf"... entwickelt... alles so Null Bock Generation... echt... wenn als Kunde irgendwo reinkommst manchmal kommen schon so Blicke wie... "Was will der/die denn jetzt?" Bah... echt... also da wünschte ich mir wirklich manchmal die Zeit zurück als ich noch so jung war... wir habens echt noch anders gelernt... das war noch schön... da waren Service, Kompetenz, Freundlichkeit, Aufmerkamkeit, Hilfsbereitschaft in solchen Berufen noch Begriffe... die wirklich noch was bedeutet haben.... *seufzer*... das kannste heutzutage alles vergessen... traurig... und ich denke das wird auch nicht mehr besser werden...

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  17. Stimmt schon. Wenn ich auch nicht ganz so über einen Kamm scheren will. KLar gibt es jede Menge Verkäufer, die genau so (schlecht) sind. Aber die sind dafür ja auch nicht geschult und die Schuld liegt da beim Betreiber.
    Es gibt aber auch noch wirklich gute, sympathische und zuvorkommende Verkäufer, das vergisst man ja gerne.

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