Sonntag, 25. August 2013

STAR WARS - Jeder braucht ein Hobby... (28)


Arsani verließ soeben einen der repräsentativen Warteräume des Erdgeschosses, bedeutete den Wachhabenden - entsprechend der... Stellung... des kürzlich eingetroffenen Gastes - besonders aufmerksam zu sein und trat in die Haupthalle, der rufenden Stimme nach.

Die Sith - natürlich hatte er sie ihrer Stellung gemäß persönlich am Tor in Empfang genommen und in den Wartebereich geleitet - war von jeder Sorte, die er definitiv nicht länger als nötig im Haus zu haben wünschte. So gesehen war Tendra die... bessere Wahl? Es stand ihm niemand nahe genug, sein unwilliges Knurren zu hören, Mit bemüht nichtssagender Miene trat er zu der Blonden, die im Einsatzanzug, doch ohne sichtbare Waffen, mitten in der Lobby stand und ihm entgegengrinste.

"Ah! Wenn das nicht mein Lieblingszabrak ist. Arsani, wärest du so freundlich und würdest einer schwachen Frau einen Gefallen tun?", schlug sie kokett die Augen nieder.

Ihre 'netten' Worte machten ihn sogleich misstrauisch und er blickte ihr mit einem skeptischen Stirnrunzeln entgegen. „Ich sehe hier keine schwache Frau“, entgegnete er sachlich.

Ihr Lächeln wurde noch breiter. "Wie wäre es, wenn wir das in einem Test herausfinden? Man munkelt du besitzt recht angemessene Räumlichkeiten zum Trainieren", legte sie bewusst einen zweideutigen Ton in ihre Stimme, um ihn zu verwirren oder zumindest ein wenig zu ärgern. "Außerdem ist es denke ich höchste Zeit, dass wir uns mal ausgiebig unterhalten. Oder gibt es unaufschiebbare Pflichten, die verhindern, dass du dem Kätzchen deines Lords einen Gefallen tust?"





 „Ein Test? Vielleicht solltet ihr das lieber nicht ausprobieren“, deutete er auf ihre geschiente Hand. "Dr. Kaidhera sieht es nicht gerne, wenn Patienten... Unfug treiben.“ Überhaupt sah der Doc viele Dinge nicht gerne, dachte er und knurrte innerlich. Er konnte diesen verdammten Kerl nicht leiden. Was auf intensiver Gegenseitigkeit beruhte.
Aufmerksam ließ er seinen Blick über die... Gespielin... seines Lords wandern. Diese Frau hatte wie stets ein Sinn fürs Timeing. Innerlich murrte er weiterhin vor sich hin, äußerlich unbewegt. Er war unschlüssig, was er von ihr halten sollte – und ihre jüngsten Aktionen machten die Einschätzung nur umso schwieriger. Fest stand: Man konnte gar nicht genug Augenpaare haben, sie im Auge zu behalten… Mit dem Gespräch hatte sie allerdings recht.

Kurz schweiften seine Gedanken zu der im Gästebereich wartenden Sith. Typisch! schnaubte er im Stillen. Diese Selbstverständlichkeit, mit der sie einen Gesprächstermin bei Lord Vorn verlangt hatte… Einen Augenblick hoffte er, die Anwärter würden sich allesamt als Fehlschlag erweisen und leise und vor allem schnell vor sich hinsterben.

Tendra blickte derweil prüfend auf die Schiene, bewegte testweise die Finger und lächelte dann, als habe sie gerade einen amüsanten Witz vernommen. "Schade! Ein so ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen uns beiden wird sich wohl nie wieder ergeben. Aber wenn du dann unbedingt unten liegen willst!", wurde sie nicht müde ihn zu gängeln. "Gut, vertagen wir das Training für den Moment. Reden?", musterte sie ihn wie eine hungrige Nexu-Katze, die sich an eine ahnungslose Beute heranpirschte.

"Ihr überschätzt euch gewaltig." Um seine Mundwinkel zuckte es nun tatsächlich sichtbar ärgerlich. Überhebliche, kleine... "Aber gut, reden wir", unterbrach er sein gedankliches Fluchen, hielt seine Miene neutral und deutete den Gang entlang, der sie ein Stockwerk höher in seinen Trainingsraum führen würde.

"Wir werden sehen! So lange du dich immer wieder vor einem Kräftemessen drückst, kannst du mir viel erzählen, süßes Nagelköpfchen", drehte sie sich geschmeidig in die gewiesene Richtung. Als sie den Blick abwandte überprüfte er auf seiner Unterarmkonsole kurz die Sicherheitssysteme – bei Sith im Haus konnte man nie wissen – und folgte dann der Agentin, die selbstbewusst vor ihm her stolzierte, bis er sie eingeholt hatte. Scheinbar hatte sie keine Furcht vor einem heimtückischen Angriff und schien den Zabrak ein gewisses Ehrgefühl zuzuschreiben.

"Wir werden sehen", wiederholte er ihre Worte, nun ruhig und abwartend. "Wenn ihr genesen seid. Alles andere wäre reizlos und kein wirkliches Kräftemessen.“

„Ihr liebt es, anderen 'Kosenamen' zu verpassen, hm?“, fragte er nach kurzem Schweigen. Es schien kein Vorwurf sondern so etwas wie ehrliches Interesse daraus zu sprechen. 

Sie lächelte. "Es hilft mir Distanz zu wahren, wo es angemessen ist und Spannungen aufzubauen, wo ich es für nötig halte. Du bist ein gefährlicher Mann Arsani. Ich liebe es gefährliche Männer um mich zu haben und sie zu 'reizen'." Sie blickte ihn kurz über ihre Schulter hinweg an. "Reize ich dich Arsani?", hauchte sie in zweideutigen Tonfall.

Ehrlichkeit? Möglich. Manipulation? Ganz sicher. Gefährlich? Auf jeden Fall. Alles Dinge, die diese Agentin neben ihrer offensichtlichen Reize noch anziehender machte.

„Ihr reizt vor allem Lord Vorn“, wich er aus und ärgerte sich, dass gerade jetzt seine Stimme heiserer klang.

Tendra nickte und blickte wieder nach vorne. "Ja, und das beruht auf Gegenseitigkeit", flüsterte sie und ließ eine Spur Sehnsucht, oder war es sogar Liebe, in ihren Worten mitschwingen. Plötzlich und ohne Vorwarnung fuhr sie in einer fließenden, blitzartigen Bewegung herum und legte Arsani erstaunlich sanft die flache, gesunde Hand auf die Brust.

"Du hast meine Frage nicht beantwortet!", schnurrte sie raubtierhaft und blickte ihm direkt in die Augen. Ihr Blick sprach Bände! 'Ich kann deine Herzen spüren, wie sie schlagen, ihren Rhythmus!'

Arsani wendete eben noch das Gehörte, insbesondere den Tonfall, in Gedanken hin und her, so dass ihn ihre Bewegung tatsächlich überraschte. Nun, zum Teil jedenfalls. Unvorsichtiger Narr, schalt er sich noch in der gleichen Sekunde in Gedanken und zuckte sichtlich unter ihrer Berührung zusammen. DAS hatte er definitiv nicht erwartet, sich eher für das angesprochene Kräftemessen - in körperlichem Sinn - gewappnet. Er blickte sie stumm an, fragend, musternd, etwas irritiert und ein Hauch – mehr? Fühlbar geriet sein Herzschlag außer Takt.
„Nein...“, sprach er, erneut wie heiser, unklar, ob auf ihre Frage oder Feststellung hin.

Sie nahm die Hand erst Sekunden später langsam von seiner Brust und schenkte Arsani ein zweideutiges Lächeln. "Dann werde ich mir wohl noch mehr Mühe geben müssen!", zwinkerte sie ihm zu, schien diese Sache für den Moment zu ihrer Zufriedenheit geregelt. Tendra wandte sich wieder von ihm ab und ging bewusst langsam weiter, um dem überrumpelten Zabrak Zeit zu geben sich zu fangen. Sie verzichtete dabei nicht darauf, ihre Hüfte leicht mitschwingen zu lassen.
"Du musst schneller werden, oder solltest dir mein Angebot noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Sonst wirst du definitiv unten liegen", sprach sie dabei im Plauderton und hätte er ihr in diesem Moment ins Gesicht sehen können, er hätte sie zufrieden und breit Grinsen sehen.

Diese Frau! Er ärgerte sich und fühlte sich wie ein Schuljunge, bedachte dann ihre Profession und Umgang und revidierte zu leichter Unachtsamkeit. Was ohne Zweifel auch das das Leben kosten konnte, doch hatte er zugegebener Maßen eher mit einem ‚richtigen’ Angriff gerechnet als... damit.

Dass er sich, nun langsam wieder kühler im Kopf, über ihr manipulatives Wesen im Klaren war, änderte kaum etwas. Nur, weil er nachvollziehen konnte, was sein Lord an der Agentin fand, musste er es noch lange nicht… gutheißen. Irgendjemand musste hier ja klaren Verstand behalten, rief sich der Sicherheitschef endgültig zur Ordnung.
„Ich werde daran denken. Vielleicht fände ich Gefallen daran“, entgegnete er, in einer Mischung aus Ernst und Scherz.

"Oh, dafür würde ich ganz gewiss sorgen", warf sie ihm einen neckischen Blick zu, doch vielleicht würde er das Funkeln in ihren Augen bemerken, dass ihn kurz eindringlich taxierte, ihn analysierte und bewertete. "Kein Zweifel", meinte er sachlich und sie mit einem ähnlichen Funkeln streifend, wie er es stets tat, wenn sie ihn nicht gerade 'reizte'. "Es ist die nächste Tür", fügte er an, ohne sie aus den Augen zu lassen. Sie schwieg und legte sie es wohl nicht darauf an das letzte Wort zu haben, verharrte vor der genannten Tür und lächelte ihn an. Der Zabrak blickte sie noch einen Moment an, vielleicht überlegend, betätigte dann den Öffnungsmechanismus und trat schließlich ein.

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